BAYERISCHER LLOYD SCHIFFAHRTS-AKTIENGESELLSCHAFT REGENSBURG

Die Gesellschaft wurde 1913 gegründet und 1917 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Gründung der Gesellschaft entsprach dem Wunsch, für die 1911 in österreichischen Besitz übergegangene „Süddeutsche Donau-Schiffahrts-Gesellschaft" wieder eine eigene nationale Schifffahrtsgesellschaft auf der Donau zu haben. Die im Kriege 1914/18 der Gesellschaft weggenommenen Schiffe sind der Gesellschaft bei Kriegsende nicht mehr zurückgegeben worden. Seit 1927 agierte sie in einer Betriebsgemeinschaft mit der Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft. 1978 übernahm die Rhenus-WTAG die Aktienmehrheit und gliederte die Gesellschaft schließlich vollständig ein.

Das Hauptgeschäft der Reederei war die Transportschifffahrt auf der Donau und LKW-Verkehre. Des Weiteren betrieb der Bayerische Lloyd Lagereidienste und Wertstoffrecycling.

 

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Die Kapitalentwicklung vor 1945:

Ursprünglich 16.000.000 Mark. 1921 erhöht um 16.000.000 Mark. Weiter erhöht 1922 um M 28.000.000.  Kapitalumstellung lt. Generalversammlung vom 7. Januar 1925 von 60.000.000 Mark auf 9.840.000 Reichsmark durch Herabsetzung des Nennwerts der Stamm- und Vorzugsaktien von bisher 1000 Mark auf 180 RM bzw. 20 RM.

1929 beschloss die Gesellschaft die Umwandlung von zur Verfügung gestellten Inhaberaktien in Genussscheine und desgleichen, die Umwandlung von Gläubigerforderungen in Genussscheine. Auf Grund dieser Beschlüsse sind Inhaberaktien, nom. 2.473.560 RM die von Aktionären zum Umtausch gegen Genussscheine angeboten worden waren, eingezogen worden. Ferner wurden nom. 289.440 RM Vorratsaktien aus der Kapitalserhöhung im Jahre 1922 zur Einziehung gebracht. Da sich Gläubiger der Gesellschaft bereit erklärt hatten, Forderungen im Betrage von 13.999.960 RM ebenfalls in Genussscheine umzuwandeln, erfolgte die Tilgung dieser Schulden durch Ausgabe weiterer Genussscheine. Insgesamt wurden 35.964 Genussscheine ohne Nennwert ausgegeben. Nach Durchführung der Beschlüsse betrug das Aktienkapital einschl. der nom. 120.000 RM Namensaktien auf  7.077.000 RM. Die Inhaberaktien zu 180 RM wurden in Inhaberaktien zu 100 RM und 1.000 RM umgetauscht.

1930 wurde das Kapital  auf 4.600.000 RM herabgesetzt. Das Stamm-Aktienkapital wurde von 6.957.000 RM auf 4.638.000 RM in der Weise herabgesetzt, dass von je nom. 300 RM Inhaberaktien je nom. 100 RM eingezogen und den Aktionären 65 % des Nennwertes der eingezogenen Aktien in bar ausgezahlt wurden. Von dem freiwerdenden Überschuss von 2.319.000 RM wurden für die 65 % Rückzahlung der eingezogenen Aktien l.495.000 RM verwandt und die verbleibenden 824.000 RM der Erneuerungs-Rücklage zugeführt. 57.000 RM Inhaberaktien mit einem nunmehr herabgesetzten Nennbetrag von 38.000 RM, die sich im Besitz der Gesellschaft befanden, wurden eingezogen, so dass ein Inhaber-Aktienkapital von 4.600.000 RM verblieb. Auch die gesamten Namensaktien von 120.000 RM, deren Besitzer sie der Gesellschaft zur Verfügung stellten, wurden mittels Ankaufs zu 65 °/o eingezogen.